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Pflegehinweise für Holzprodukte

Damit Sie viele Jahre Freude an Ihren Holzprodukten haben, sollten Sie folgendes beachten:

1. Beim Einbau

Decken Sie vor dem Einputzen die Oberfläche des Bauteils ab. Achten Sie darauf, daß Sie nur Klebebänder verwenden, die mit wasserverdünnbaren Acryl-Lacken verträglich sind (Gefahr von Lackabriss) wie z.B. TESA 4438. TESA 4172 und 4840 sollten Sie innerhalb von 2 Wochen wieder entfernen.

2. Vor dem Einzug

Baufeuchte muss ablüften können (Gefahr von Lackschäden). Wichtig:

  • Bei Winterbaumaßnahmen gleichzeitig heizen und lüften
  • Bei Putz- und Estricharbeiten reichlich lüften
  • Bei Kondenswasser an der Fensterinnenseite dringend lüften

3. Reinigung

Verwenden Sie für die Reinigung der Bauteile neutrale Allzweckreiniger. Reiniger, die aggressive Stoffe, Lösungsmittel oder Scheuermittel enthalten, dürfen nicht verwendet werden, da diese die Oberfläche beschädigen können.

4. Pflege und Wartung

Der Zowosan Spezialreiniger und die Zowosan Pflegemilch machen es möglich. Ob lackierte oder lasierte Fenster, das Pflege-Duo bringt neuen Glanz auf Ihre Fenster und schützt sie zusätzlich vor Witterungseinflüssen.

Sie brauchen weder Schleifpapier noch Pinsel, auch das lästige Abkleben entfällt. Bei regelmäßigem Gebrauch (1-2 x im Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst) verlängern sie Renovierungsintervalle und Lebensdauer ihrer Fenster.

Um ein leichtes und geräuschloses Öffnen und Schließen von Holzfenstern und Außentüren zu gewährleisten, sollten alle beweglichen Teile hin und wieder geölt werden.

Eine Kontrolle der elastischen Flügeldichtung ist wichtig. Denn nur eine elastische, nicht verschmutzte und richtig eingezogene Dichtung kann Zugluft und Wasser abhalten. ACHTUNG! Beim Streichen müssen elastische Dichtungen in jedem Fall herausgenommen werden.

An der Glasanschlussfuge (Versiegelung) darf kein Riss entstehen. Das Eindringen von Wasser muss zuverlässig verhindert werden, um Schäden am Isolierglas (für die bei unsachgemäßer Behandlung niemand aufkommt) zu vermeiden. Die Reparatur schadhafter Abdichtungen ist nach Anweisung des Dichtstoffherstellers vorzunehmen.

Die Abdichtfuge zum Mauerwerk und unter der Fensterbank muss in gleicher Weise überprüft und bei Abrissen nachgedichtet werden.

5. Renovierung

Wir empfehlen Ihnen, die Oberflächenbeschichtung in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und ggf. zu erneuern (deckende Beschichtung nach ca. 4-5 Jahren und lasierende Beschichtung nach 2-3 Jahren).

Ein Renovierungsanstrich ist nicht schwierig: Vorhandene Altbeschichtung reinigen und mit Schleifpapier (Körnung 200-220) oder Schleifvlies (Scotch-Brite) leicht anschleifen und 1-2 mal mit wasserverdünnbaren, umweltfreundlichen Zowosan Streichqualitäten im gewünschten Farbton beschichten.

6. Tauwasserbildung auf Glas und Rahmen

Alle Jahre wieder kommen mit der kalten Jahreszeit auch die Beschwerden über Tauwasser auf Glas und Rahmen. Die Fragen zu dieser Problematik sind immer die gleichen, die Antworten oft sehr unterschiedlich.

Darf Tauwasser auf Oberflächen von Glas und Rahmen auftreten?

Eine Norm oder allgemein verbindliche Regel, gemäß der dies verboten ist, gibt es nicht. Etwas Tauwasser am Glasrand ist meist unproblematisch, ebenso ein kaum zu bemerkender Feuchtigkeitsfilm auf der Oberfläche von Rahmenteilen. Anders sieht es aus, wenn die Scheibe ständig in starken Maße beschlägt, Rahmenteile erheblich „schwitzen“ und Folgeprobleme in Form von Durchfeuchtungen, Schimmel usw. entstehen. Hier muss man dann auf Ursachenforschung gehen, um zumindest eine Verbesserung zu erreichen. Besser ist es natürlich, dem Problem vorzubeugen. Ohne einige Kenntnisse über physikalische Zusammenhänge geht es nicht.

Die Feuchtigkeitsaufnahme der Luft

Die Luft kann je nach Temperatur nur eine bestimmte Menge an Wasser in Form von Dampf aufnehmen, z. B. bei + 20°C 18 g/m³, bei + 10°C nur noch 9 g/m³. Kühlt die Luft ab fällt Tauwasser an.

Die Feuchtigkeitsausscheidung

Kommt warme und mit Feuchtigkeit angereicherte Luft (Atmen, Kochen, Waschen usw.) an kalte Flächen, fällt dort Tauwasser an. Bei Abkühlung der Luft von beispielsweise 10°C auf 5°C, fällt 3 g/m³ Tauwasser aus.

Die Beeinflussung der Tauwasserbildung durch Bauteilqualität

Oberflächentemperaturen an Außenbauteilen ( z.B. Fenster) sind in der kalten Jahreszeit immer niedriger als die Raumtemperaturen. Gute Wärmedämmung, d.h. niedrige uv-Werte, lassen die Oberflächentemperaturen ansteigen. Doch gute uv-Werte allein sind noch kein sicherer Maßstab.
Kommt beispielsweise die warme Raumluft nicht richtig an die Oberflächen, so sind diese auch kühler und es entsteht Tauwasser. Dies ist z. B. in Nischen, bei geschlossenen Vorhängen und auch bei Heizsystemen mit geringer Konvektion ( Fußbodenheizung ) bzw. ungünstigen Standort der Fall.

Tauwasserbildung auf Scheibenoberflächen

Das Beschlagen raumseitiger Scheibenoberflächen ist eine allgemein bekannte Erscheinung. Die Entstehungsursachen sind physikalisch relativ einfach erklärbar. Die Frage der Akzeptanz oder Beanstandung ist damit selbstverständlich noch nicht geklärt.

Tauwasser außen gibt es besonders bei Wärmeschutzverglasungen und bestimmten Witterungsverhältnissen. Wird weniger Wärme von innen nach außen transportiert, so kühlen die Außenoberflächen stärker ab und können beschlagen. Mit virtuellen Schutzmaßnahmen (Rolläden) ist Vorbeugung oder Abhilfe möglich.

Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung der Tauwasserbildung bei Planung und Nutzung:

  • Das Fenster sollte in einschaligen Mauerwerk etwa in Wandmitte - bei mehrschichtigen Wandaufbau in der Dämmung sitzen
  • Bei Glas und Rahmen sollte auf gute ( d.h. niedrige ) u-Werte geachtet werden; dies ist besonders wichtig bei Heizsystemen mit geringer Konvektion.
  • Es sollte auf gute Warmluftzufuhr von der Raumseite her geachtet werden
  • Feuchtigkeit sollte durch Lüftung ( bzw. Stoßlüftung ) aus den Räumen in denen Sie anfällt ( Küche, Bad, Schlafräume, etc. ) abgeführt werden. Stoßlüftung bedeutet: Fenster und Türen 5 bis 10 Minuten ganz öffnen
  • Ausreichender Grundluftwechsel in Aufendhaltsbereichen von Wohnungen bzw. Gebäuden ist zu beachten. D.h. 50 bis 80 % d es Luftvolumens sind stündlich durch Außenluft zu ersetzen. In der kalten Jahreszeit sind Stoßlüftungen besser als Dauerlüftung. In kritischen Räumen wie Kinderzimmer, Schlafräume, Küche, etc. sollen Spaltlüfter eingesetzt werden. Im Hinblick auf stärkere Energiesparung bieten Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung eine gute Alternative
  • Die Türen zu oben beschriebenen kritischen Räumen sollten in Wohnungen geschlossen gehalten werden
  • Da feuchte Luft nach oben steigt sollte in den Obergeschossen von Gebäuden besonders für ausreichende Luftabfuhr nach außen gesorgt werden. Auch der natürliche Auftrieb im Gebäude führt zu Transport der Luft von unten nach oben
  • Bei Abdichtmaßnahmen an Fenstern ist ein Grundsatz zu beachten: Innen dampfdichter als außen!! Dies gilt für Fälze genauso wie für Anschlüsse und ist bei Verbund - und Kastenfenstern besonders wichtig
  • Für die Luftzufuhr von offenen Feuerstellen gelten besondere Anforderungen. Beispielsweise die Feuerverordnungen der Länder. Bei Veränderungen ( z.b. Einbau von neuen Fenstern ) sind evtl. notwendige Maßnahmen für den weiterhin gefahrlosen Betrieb zu klären